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Abschied von Chul Hwan Kim

Der Taekwondo-Großmeister hat viel für den Kampfsport in Bremen getan

Die Taekwondo-Abteilung von Bremen 1860 trauert um Chul Hwan Kim (9. Dan). Der koreanische Großmeister legte mit seinen Lehrgängen den Grundstein für das Taekwondo-Training in dem Bremer Sportverein. „Er war für mich ein Vorbild und eine Inspiration“, sagt Wolfgang Albers (7. Dan), Abteilungsleiter und Taekwondo-Trainer bei Bremen 1860 seit 32 Jahren.

Als der Welt- und Asienmeister Kim 1981 einen Lehrgang bei Tura Bremen gab, stand Wolfgang Albers als einer von vielen Teilnehmern mit auf der Matte und konnte seine Begeisterung anschließend kaum in Worte fassen. Nicht nur übernahm er nach der Gründung der Taekwondo-Abteilung bei Bremen 1860 im Jahr 1986 Chul Hwan Kims Art und Weise zu unterrichten, er lud das Vorbild auch regelmäßig zu Lehrgängen in die Hansestadt ein. Zum letzten Mal war der koreanische Großmeister zum 60. Geburtstag des Bremer Meisters Albers im Baumschulenweg. Nach dem ganztägigen Training stießen der Großmeister und sein Zögling ein letztes Mal zusammen an.

Chul Hwan Kim wurde im Dezember 1954 in Korea geboren und begann 1963 mit dem Taekwondo. 1973 wurde er mit der koreanischen Nationalmannschaft WTF-Weltmeister und ein Jahr später Asienmeister. Nach 24 koreanischen Titeln und dem Meistertitel bei den „Pre World Games“ 1978 in Seoul beendete er seine Karriere als Wettkampfsportler. 1980 wanderte er nach Deutschland aus und gründete in Aachen eine Taekwondo-Schule. Nach langer Krankheit starb er dort im November.

Die Taekwondo-Abteilung von Bremen 1860 drückt der Familie des Großmeisters ihr tiefstes Beileid und eine große Dankbarkeit aus für die Impulse, die Chul Hwan Kim für den Kampfsport in Bremen gesetzt hat.

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