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Vereinsleben

Ki-Prüfungen bei Doshu Yoshigasaki

Der Begründer der bei Bremen 1860 gelehrten Aikido-Stilrichtung gab ein Seminar im Dojo im Baumschulenweg

Eine Premiere feierte die Aikido-Abteilung von Bremen 1860. Zum ersten Mal, seit es diese japanische Kampfkunst in dem Schwachhauser Sportverein gibt, kam Großmeister Doshu Yoshigasaki ins Dojo im Baumschulenweg. Der Großmeister lebt in Belgien und begründete die bei Bremen 1860 gelehrte Stilrichtung Ki no Kenkyukai International. Während des Wochenend-Seminars nahm er sowohl Abteilungsleiter Christian Probst (3. Dan) als auch Aikidoka Alexander Weissblatt (1. Dan) die Ki-Prüfung ab.

Dabei beobachtete er die beiden Prüflinge schon während der gemeinsamen Übungen ganz genau, berichtet Christian Probst. Doshu Yoshigasaki habe den Seminarteilnehmern an dem Wochenende viel zur Philosophie der Kampfkunst vermittelt. „Er hat intensive Detail- und Basisarbeit insbesondere bei Griffen mit uns gemacht“, sagt der Aikidoka. „Und er hat verschiedene Varianten eines ‚Aikido im Alltag‘ mit uns eingeübt.“ Ki-Aikido nimmt aufgrund seines strikt friedfertigen und deeskalierenden Ansatzes eine besondere Rolle unter den Kampfkünsten ein.

Ki-Prüfungen geben den persönlichen Entwicklungsstand zwischen den Technischen Prüfungen wieder. Neben den für die Gesundheit wichtigen Übungen und Atemtechniken wird die innere Stabilität getestet und geprüft. Bei den Dan-Prüfungen kommt es dagegen auf die Feinheiten von Verteidigungstechniken an. Die Ki-Prüfungen sind die Voraussetzung für Christian Probsts Prüfung zum 4. Dan beziehungsweise für Alexander Weissblatts Prüfung zum 2. Dan. Bei diesen hohen Dan-Graden nimmt der Begründer der Stilrichtung Doshu Yoshigasaki die Prüfungen immer persönlich ab.

Bislang mussten die Bremer Aikidoka dafür immer zu einem befreundeten Hamburger Dojo fahren, in dem der Großmeister jährlich einen Lehrgang gab. Voraussichtlich wollen sich die beiden Dojos künftig abwechseln, sodass die Bremer im kommenden Jahr wieder nach Hamburg fahren und die Hamburger im Jahr danach für ein Seminar mit Doshu Yoshigasaki nach Bremen kommen, so Christian Probst.

Es wäre das zweite regelmäßige Seminar von externen Großmeistern im Dojo von Bremen 1860, denn bereits der Däne Michael Holm (5. Dan) gibt einmal im Jahr eines im Baumschulenweg. „Wir versuchen immer auch, externe Lehrgänge wahrzunehmen“, erzählt Abteilungsleiter Christian Probst.

Die Rührigkeit der Aikido-Abteilung hat sie kräftig anwachsen lassen. Begonnen mit rund 16 Athletinnen und Athleten hat sie sich inzwischen fast verdoppelt. Das ist für diese relativ kleine und junge Stilrichtung der japanischen Kampfkunst ein ansehnliches Wachstum.
Interessierte Jugendliche und Erwachsene können während der Sommerferien im Rahmen des Ferienprogramms Aikido immer donnerstags von 19 bis 21 Uhr testen.

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