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Vereinsleben

Effizient von hier nach dort

Für die „Jump & Move Jam“ kamen Parkour-Sportler aus ganz Deutschland zu Bremen 1860

Ein Baugerüst, ein Autowrack und daneben Turnmatten und -kästen – die große Dreifachhalle von Bremen 1860 hat sich eine spannende Parcours-Landschaft verwandelt. Und genau das machen die Sportlerinnen und Sportler auch: Parkour. Ein Wochenende lang trafen sich Anhänger des Sports aus ganz Deutschland im Baumschulenweg, um bei der „Jump & Move Jam“ immer neue Wege zu finden, die Hindernisse zu überwinden.

Bekannt vor allem aus der Musik, hat die „Jam“ Einzug in den Sport gefunden. „Man kommt zusammen, um zu trainieren“, fasst es Finn Fasse zusammen, Leiter der Parkour-Abteilung von Bremen 1860. Bei Aufbau und Durchführung des Jam-Wochenendes hat die Community von Parkour Bremen mit angepackt. Mit Parkour können Kinder in dem Schwachhauser Sportverein ab acht Jahre beginnen. Sie können sich in einem sicheren Rahmen an verschiedenen Hindernissen austoben und bekommen Anleitung und Hintergrundwissen zu dem, was sie da tun, mit auf den Weg.

Die etwas andere Bewegungslandschaft während der Jam durften die Kleinen ausprobieren, bevor sie für die eigentlichen Teilnehmer aufgemacht wurde. Ein Autowrack und das von Bädecker Gerüstbau gesponserte Baugerüst stehen zu den üblichen Trainingszeiten nicht in der Halle. Die Sportlerinnen und Sportler, die eigentlich zusammen auf der Jam trainierten, waren im Schnitt um die 18 Jahre alt – und die passten die Landschaft ihren Wünschen an. „Alles, was Rollen hat oder anders beweglich ist, wandelt sich stündlich“, sagte Finn Fasse.

Die Flexibilität ist nur ein Vorteil, den so eine Indoor-Parkour-Landschaft gegenüber dem Ursprung des Sports hat. Entstanden ist er als effiziente Fortbewegungsmethode im urbanen Raum. Mit anderen Worten: Die Athleten überwinden eigentlich Hindernisse, die sie auf öffentlichen Plätzen, in Straßen, Parks oder Wohngebieten vorfinden und die statisch sind. Bei Bremen 1860 fand der Sport 2009 Einzug ins Vereinsprogramm. Zu jeder Trainingseinheit entstehen in der Sporthalle – wie bei der „Jump & Move Jam“ auch – immer andere Herausforderungen mit Kästen, Matten und anderen Turngeräten aufgebaut. Und das auch noch wetter-unabhängig.

Bei dem Sport gehe es nicht nur darum, cool auszusehen, sagt Joshua Buchholz, stellvertretender Abteilungsleiter. Kinder lernen dabei sich und ihren Körper kennen, erhalten und fördern ihr spielerisches, kreatives Denken, entwickeln ihre eigenen Fähigkeiten und finden heraus, wie sie fallen ohne sich zu verletzen. Das kann hilfreiches Wissen im Alltag sein, beispielsweise bei einem Fahrradunfall. „Es geht darum, mit dem Körper zu arbeiten und nicht gegen ihn“, bringt es Joshua Buchholz auf den Punkt.

Neue Herausforderungen, mit ihrem Körper zu arbeiten, suchen auch Athleten anderer Sportarten. Deshalb waren bei der „Jump & Move Jam“ neben Parkour-Sportlern auch Cheerleader in der Halle. Sie nutzten vor allem den neuen Air Track, eine Art riesige Luftmatratze, um neue Figuren zu üben. Für den Air Track haben die Parkour- und die Turnabteilung zusammengelegt und teilen sich das neue Sportgerät für ihre Trainingseinheiten.

Es war das zweite Mal, dass sich Sportlerinnen und Sportler bei Bremen 1860 für ein Wochenende zum gemeinsamen Training in der Halle trafen. Die „Jump & Move Jam“ soll sich als jährlicher Termin in der Community etablieren. Die Planungen für nächstes Jahr haben bereits begonnen.

Mädchen und Jungen ab acht Jahre sowie junge Erwachsene, die in den Sport einsteigen möchten, können mit einem Gästeausweis das Vereinsangebot zwei Wochen lang testen. Den Gästeausweis gibt es für zehn Euro von montags bis freitags von 9 bis 17.30 Uhr in der 1860-Geschäftsstelle im Baumschulenweg 6. Die zehn Euro werden bei Vereinseintritt verrechnet. Details zum Gästeausweis gibt es unter Telefon 21 18 60 oder E-Mail info@bremen1860.de. Mehr Informationen zum Sport und zum Training sowie zu kommenden Jams erteilt Finn Fasse unter info@parkour1860.de

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