News

Spielbetrieb

Bremen 1860 fehlt die Leichtigkeit der Hinrunde

Oberliga-Volleyballerinnen verlieren ihre Heimspiele mit 2:3 gegen den VfL Wolfsburg und 1:3 gegen die SG Karlshöfen/Gnarrenburg

Mit zwei zum Teil bitteren Niederlagen schlossen die Oberliga-Volleyballerinnen von Bremen 1860 den jüngsten Heimspieltag ab. Gegen den VfL Wolfsburg verloren sie mit 2:3 (19:25, 25:19, 17:25, 25:18, 11:15) und dem Topfavoriten SG Karlshöfen/Gnarrenburg mussten sie sich mit 1:3 (25:12, 18:25, 18:25, 23:25) geschlagen geben.
Gegen den VfL Wolfsburg fanden die Gastgeberinnen um Libera Anna Thuernagel zunächst gut ins Spiel hinein und lagen schnell mit 8:5 in Führung. „Leider fehlte uns dann die erforderliche Konsequenz“, berichtete 1860-Coach Lars Thiemann, dessen Team Durchgang eins schließlich den Gästen überlassen musste. Nachdem die Gastgeberinnen den zweiten Satz für sich entscheiden konnten, folgte im dritten „ein unerklärlicher Einbruch“ (Thiemann) – woraufhin der Durchgang an die Gäste ging. In Satz vier kämpfte sich 1860 noch einmal ins spiel zurück, hielt dem gegnerischen Druck im Tiebreak noch bis zu 11:12 stand, musste sich letztlich aber doch geschlagen geben.

Gegen den souveränen Liga-Primus SG Karlshöfen/Gnarrenburg hatte Bremen 1860 nichts zu verlieren und trat dementsprechend selbstbewusst auf. Im ersten Satz überzeugten die Bremerinnen zunächst mit guter Annahme und stabiler Abwehr, überraschend deutlich sicherten sie sich den ersten Durchgang. Durch präzise 1860-Aufschläge und Missverständnisse im eigenen Spiel sah sich der Titelanwärter plötzlich einem 6:16-Rückstand gegenüber. Auch Korrekturversuche mittels Auszeiten und mehreren Wechseln verfehlten ihre Wirkung. „Leider konnten wir dieses Niveau in den folgenden Sätzen nicht halten“, sagte Thiemann, „der Gegner wurde zusehends stärker und kaufte uns im weiteren Spielverlauf schlicht den Schneid ab.“

Nachdem die beiden folgenden Sätze ebenfalls an die Gäste gingen, entwickelte sich im vierten Satz schließlich ein dramatisch enges Match. Beide Teams begegneten sich nun komplett auf Augenhöhe, über 10:11 und 21:21 vermochte sich kein Team abzusetzen. Erst in der Schlussphase ließen bei den Bremerinnen Kraft und Konzentration nach, wodurch der weiterhin ungeschlagene Spitzenreiter letztlich die Oberhand behielt – und sich das Team von SG-Trainer Alexander Maaser vorzeitig den Meistertitel sicherte. „Wir suchen noch die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen der Hinrunde“, bilanzierte Lars Thiemann nach den beiden Niederlagen enttäuscht, „die Mädchen geben alles, Kopf und Nerven spielen uns allerdings noch viel zu häufig und immer wieder gerade in unpassenden Situationen einen Streich.“ Gleichzeitig zeigte er sich davon überzeugt, „dass das gesamte Team auch diese Phase zusammen meistern“ werde und gerade aus den Spielen gegen die beiden Top-Teams der Oberliga einige wichtige Lehren für die Zukunft mit zu nehmen seien.

Bremen 1860: Thuernagel, Kleemeyer, Lück, Radtke, Duggen, L. Eyink, Stöver, Müller, J. Eyink, Bausch, Reins, Stecker.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 13.02.2020, Seite 8

WEITERE NEWS