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1860 holt sich Selbstvertrauen

Basketballerinnen gewinnen 61:58

Einen wichtigen Erfolg bejubelten die Oberliga-Basketballerinnen von Bremen 1860 beim 61:58 (24:23)-Heimsieg gegen den TV Falkenberg. „Der Sieg war enorm wichtig für die Psyche aller“, freute sich Headcoach Cihat Sentürk, „die Hinrunde war geprägt von knappen Niederlagen und vielen Verletzungen.“ Er habe viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, führte er aus, „dass wir, sobald alle mit an Bord sind, auch andere Ergebnisse erzielen werden, aber so ein Spiel ist tausend Mal überzeugender.“
In den beiden Wochen vorher habe der Trainer wieder acht bis zehn, statt drei bis sechs Spielerinnen trainieren können, so dass ein Mannschafts- statt dauerndem Individualtraining möglich war. „Dies zeigte sich mit gutem Helpsidespiel in der Defensive“, erläuterte Sentürk, „und mit vielen guten Abschlüssen und langen Passphasen in der Offensive.“ Zu Beginn der Begegnung seien dennoch alle nervös und angespannt gewesen, führte der Trainer aus, „die vielen Zuschauer und die namentliche Vorstellung waren wir schließlich nicht gewohnt“. Im zweiten Viertel legte sich die Nervosität allerdings schnell, und die Gastgeberinnen gingen mit einem Punkt Vorsprung in die Pause.

„Das dritte Viertel war wirklich das Beste in dieser Hinrunde“, freute sich Sentürk, „speziell Kim Bellinger überzeugte mit acht ihrer insgesamt zehn Punkte ebenso wie Diva Niaz, die gut verteidigte und in der Offensive als Aufbauspielerin keine Fehler machte und sogar einen Korb erzielte.“ Die ganze Mannschaft habe laut Sentürk „gut gespielt, sich an alle Absprachen eingehalten und diese gut umgesetzt“. Dadurch sei es für ihn einfach gewesen, „allen Spielerinnen auch die nötigen Pausen zu gönnen, damit sie in den kritischen Situationen Kraft und Konzentration haben“, konkretisierte er. Kerstin Kriener, die seit dem ersten Spiel verletzt gefehlt hatte, habe sich gut in das Spiel eingefügt und viele Räume für die Aufbau- und Flügelspielerinnen eröffnet. „Ich hoffe, dass wir von Verletzungen verschont bleiben“, bilanzierte Sentürk, „damit wir uns gut auf die Rückrunde vorbereiten können und besser abschneiden.“

Beide Teams hatten vereinbart, ihr Oberliga-­Punktspiel einem guten Zweck zu widmen. Die Aktion hat sich richtig gelohnt: Genau 2364,57 Euro kamen zugunsten der „Starke Kinder – Gertrude und Hannelore Klier-Stiftung“ mit Sitz in Ellenerbrok-Schevemoor zusammen. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, freute sich 1860-Spielerin Stefanie Oelfke. Und auch Stifterin Hannelore Klier ist glücklich über die vierstellige Summe – auf einen Schlag sei das für eine doch recht kleine Stiftung etwas Besonderes, sagte sie.

Bremen 1860: Bellinger (10), Busse (5), Eickhoff (4), Hoffmann (7), Kehl (4), Kriener (11), Misiurek (6), Niaz (2), Oelke (12)

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier
Ausgabe 09.01.2020, Seite 8

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