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Neun Stunden radeln am Stück

1860er Radsportler überwinden die „Mecklenburger Seenrunde“

Es ist geschafft! 300 Kilometer um Müritz, Fleesen-, Kölpin- und Tollensesee liegen hinter den Rennradlerinnen und Rennradler von Bremen 1860, dem „Team therafit“. Bei der „Mecklenburger Seenrunde“ gehörten 25 Bremerinnen und Bremer zum insgesamt rund 4000 Sportlerinnen und Sportler starken Starterfeld. Ins Ziel kommen ist bei dem volksfestähnlichen Wettbewerb das, worum es geht. Dort angekommen, erhält jeder Finisher eine Medaille. „So ein Rennen muss man nicht als Rennen fahren“, sagte 1860er Bernd Rennies. Auf den Urkunden stehen die Zeiten trotzdem und Bernd Rennies ist ziemlich stolz auf seine neun Stunden und 20 Minuten.

Zweitschnellster aus dem „Team therafit“ mit neun Stunden und 37 Minuten war Charly Ostermann. Eine kleine Gruppe derer, die wirklich auf Tempo gehen wollten, fuhr mit Bernd Rennies vor der geführten Gruppe mit Tourenleiterin Sylke Leopold und Tourenleiter Rainer Peters vorweg. Die beiden Guides brachten ihre Radlerinnen und Radler aber immerhin auch noch auf im Schnitt 26 Kilometer pro Stunde.

„300 Kilometer sind ein Brett“, sagte Bernd Rennies. Die Herausforderung dabei sei zum einen die taktische Vorgehensweise mit den Verpflegungsstellen. „Jeder muss seine Bedürfnisse im Training ausgetestet haben“, so der erfahrene Rennradler Rennies. Verpflegungsstellen gab es entlang der Strecke insgesamt sieben Stück. „Die erste haben wir alle ausgelassen“, erzählte Bernd Rennies. Die schnelle Gruppe um ihn und Charly Ostermann legte generell nur eine Pause ein – und die bei 180 Kilometern. Schließlich sei es nicht heiß gewesen und das mitgenommene Wasser hielt recht lange, so Bernd Rennies.

Einer weiteren gründlichen Überlegung bedurfte die Kleidung. Das „Team therafit“ startete morgens kurz vor sechs Uhr; da war es noch recht kühl. Die Radlerinnen und Radler mussten sich also warm genug anziehen, um nicht zu frieren, aber doch wenig genug, um entlang der Strecke bei zunehmenden Temperaturen nicht zu viel Gewicht verstauen zu müssen. Das klappte insgesamt recht gut, schließlich ist niemand im Team noch Anfänger.

Das große Starterfeld ging über viele Stunden verteilt in Gruppen von je rund 50 Leuten auf die Strecke. Die zahlreich angetretenen Bremerinnen und Bremer fielen dabei aber doch auf. Im Ziel angekommen, folgte ein ausführlicher geselliger Teil an langen Tischen mit Radsportlerinnen und Radsportlern aus ganz Deutschland.

Die „Mecklenburger Seenrunde“ markiert Teil zwei des „Deutschland Klassikers“. Der besteht aus Ski-Langlauf, Radfahren, Schwimmen und einem Marathon. Die 1860er Bernd Rennies und Sylke Leopold haben sich vorgenommen, alle vier Disziplinen zu absolvieren. Sie könnten damit die ersten Bremer sein, die das tun. „Mir ist zumindest nicht bekannt, dass schon mal ein Bremer den ‚Deutschland Klassiker‘ vollendet hat“, sagte Bernd Rennies. Vorbereitend auf Teil drei des „Deutschland Klassikers“, das „Usee Schwimmen“ in Düsseldorf am 18. August, ist er, kurz nachdem er aus Mecklenburg-Vorpommern wiedergekommen war, ins Allgäu zu einem gemischten Trainingslager mit Radfahren und Schwimmen aufgebrochen.

Auch für Teil vier, den Frankfurt Marathon am 27. Oktober, gibt es im September ein Trainingslager an der Müritz, an dem generell Langstreckenläufer teilnehmen können. Mehr dazu steht auf www.rennies-sport-reisen.de unter „Sportreisen“.

FOTO: Gabriele Pszarski-Rennies

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