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Weser Baskets streben Vizetitel an

71:59 gegen Lesum-Vegesack

Mit diesem Saisonverlauf war nun wirklich nicht zu rechnen: Mit vielen jungen und talentierten Spielern absolvieren die Weser Baskets/Bremen 1860 in der Basketball-Oberliga der Männer bislang eine außerordentlich erfolgreiche Spielzeit – und können nun nach dem 71:59 (33:27)-Heimsieg gegen Basketball Lesum Vegesack (BLV) in den beiden verbleibenden Spielen gegen den TV Delmenhorst und bei der BSG Bremerhaven II sogar aus eigener Kraft noch Vizemeister hinter der Übermannschaft BBC Osnabrück werden.

"Es ist für uns alle eine große Überraschung", freute sich Baskets-Coach Cai Kaiser nach dem souveränen Auftritt seiner jungen Spieler, "eigentlich hatten viele befürchtet, dass wir in erster Linie gegen den Abstieg spielen würden, stattdessen haben wir nun tatsächlich die Chance, sogar noch Zweiter zu werden."

Vor dem Tipp-Off hatte Kaiser besonders auf die beiden Stützen der Gäste verwiesen. "Wir wollten Thorben Rybarczik und Hermann Gottwich mit enger Deckung aus dem Spiel nehmen", erläuterte Kaiser seinen Matchplan, "und das haben die Jungs einfach perfekt hinbekommen." Beide BLV-Akteure erzielten jeder lediglich fünf Punkte, "weil wir der Schlange den Kopf abgeschlagen haben", wie Kaiser resümierte. Besonders Gottwich zähle zu den stärksten Spielern der Oberliga, konnte sein Team allerdings lediglich im ersten Viertel auf Augenhöhe mit den Gastgebern balancieren.

Beide Teams gingen arg ersatzgeschwächt ins Spiel, auf beiden Seiten standen nur acht Spieler im Kader. Die Gäste versuchten das gesamte Spiel über, die Hausherren mit einer konsequenten 2-4-Zonendeckung zu verteidigen und waren körperlich deutlich größer als die Baskets.

"Deswegen haben wir versucht, nicht nur unter dem Korb zum Erfolg zu kommen, sondern haben häufig von Außen geworfen", skizzierte Cai Kaiser seine Strategie. Und der Trainer hatte Erfolg damit: Von insgesamt 40 Versuchen aus der Distanz fanden 16 Würfe ihren Weg in den BLV-Korb, die vermeintlich einfachen Korbleger dagegen vergaben die Baskets mehrfach. "Kann man nicht erklären", nahm Kaiser diesen misslichen Umstand mit Humor, "dafür haben wir von Außen nahezu alles getroffen und am Ende auch verdient gewonnen."

Die erste Halbzeit verlief noch ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel allerdings bekamen die Gäste Oberwasser, drehten den Pausenrückstand und schienen beim Zwischenstand von 44:38 und 48:44 sogar auf die Siegerstraße einbiegen zu können. Zwei Minuten vor der Schlusssirene lag der BLV mit nur zwei Zählern im Rückstand, kassierte dann jedoch einen 3:13-Lauf, wodurch die konditionell überlegenen Baskets letztlich auch verdient gewannen.

Weser Baskets /Bremen 1860: Vollbracht (2), Dräger (3),  Müller (5), Mölle (7), Kopia (11), M. Diederich (12), Hanci (15), Dettloff (16).

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 07.03.2019, Seite 7