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Abstiegsgefahr wächst

Basketball: Weser Ladies verlieren gegen Lamstedt mit 54:74

Geknickt schlichen die Frauen der Weser Baskets/Bremen 1860 nach der bitteren 54:74 (29:33)-Heimniederlage gegen den TSV Lamstedt aus der Halle am Baumschulenweg. Mit lediglich zwei Punkten aus acht Partien ziert das Team von Trainer Christopher Hupe nach dem Rückzug des SCW Göttingen nach wie vor das Tabellenende der 2. Regionalliga – hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt dennoch nicht aufgegeben. „Wenn es uns gelingt, mit einem Erfolg in Hagen eine kleine Serie zu starten“, blickte Hupe auf das richtungsweisende Kellerduell beim unmittelbaren Konkurrenten (Sonnabend, 19. Januar, 19 Uhr) voraus, „bin ich nach wie vor fest davon überzeugt, dass wir in der Liga bleiben werden.“

Vom Anwurf weg war den Gastgeberinnen um Top-Scorerin Jessica Goll (14 Punkte) die Verunsicherung anzumerken, nach mehreren Pleiten in Folge fanden die „Weser Ladies“ nur schleppend ins Spiel. Der Coach hatte nach dem bislang einzigen Erfolg seiner Mannschaft im Hinspiel in Lamstedt besonders auf die gefährlichen Distanzschützinnen der Gäste hingewiesen und aufgrund der körperlich überaus robusten Center-Spielerlinnen des TSV zudem erhöhte Aufmerksamkeit unter dem eigenen Korb gefordert.

Dennoch bekam das Team besonders TSV-Angreiferin Sophie von Ass (20 Punkte/fünf „Dreier“) kaum in den Griff und musste bereits in den ersten zehn Minuten ständig einem Rückstand hinterherlaufen. „Wir fanden das gesamte Spiel über keine wirkliche Lösung gegen die Zonen-Verteidigung von Lamstedt“, resümierte Trainer Christopher Hupe geknickt, „und haben unter unserem eigenen Korb einfach viel zu viele freie Würfe zugelassen.“

Trotzdem ging es lediglich mit knapper Führung der Gäste (15:12) in die erste Pause, auch in den folgenden zehn Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und wechselten mit knapper Gästeführung (33:29) die Seiten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte schwanden bei den Gastgeberinnen zusehends die Selbstsicherheit, fehlendes Wurfglück sowie zahlreiche Nachlässigkeiten in der Defense sorgten schließlich dafür, dass sich der TSV mit einem fulminanten 20:3-Lauf vorentscheidend von den Bremerinnen absetzen konnte. „Uns fehlte einfach dieses Selbstverständnis“, bilanzierte die 18-jährige Flügelspielerin Katharina Böske (2), „wir waren sehr viel mit uns selbst beschäftigt und haben dann im dritten Viertel komplett den Faden verloren.“

Während die Gäste unter beiden Körben physisch präsenter und deutlich robuster agierten, präsentierten sich die „Weser Ladies“ arg verunsichert und konnten selbst einfachste Korbleger nicht im TSV-Korb unterbringen. „Nach so vielen verlorenen Spielen fehlt uns derzeit einfach die Sicherheit“, erläuterte Sindy Schlegl (4), „dennoch haben wir bis zum Schluss gekämpft und uns nie aufgegeben.“

Erfolgserlebnis in Hagen erzwingen

Während die Gastgeberinnen in Durchgang drei neben zahlreichen Fehlern im Spielaufbau auch nur noch höchst selten in den gegnerischen Korb trafen, setzte sich Lamstedt ab und ging schließlich mit komfortabler Führung (56:39) in den finalen Abschnitt. „Wir müssen jetzt endlich eine Serie starten“, erklärte Katharina Thielking, „viel Zeit haben wir nicht mehr.“ Die erfahrene Spielerin ist – ebenso wie ihr Trainer auch – von der Qualität im Team überzeugt, „was uns im Moment fehlt, ist eben dieses Erfolgserlebnis und das müssen wir jetzt am besten schon in Hagen einfach erzwingen.“

Weser Baskets/Bremen 1860:Altenbeck (3), Böske (2), Ellberg (10), Engert (8), Goepfert (2), J. Goll (14), S. Goll (11), Heitmann,Lekaj, Schlegl (4), Sievers, Thielking.

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 17.01.2019, Seite 10

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