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Weser Ladies in der Formkrise

47:67-Pleite beim TV Vörden

Die Basketballerinnen der Weser Baskets/Bremen 1860 waren im schweren Auswärtsspiel in der 2. Regionalliga beim TV Vörden immer ganz dicht dran – mussten sich letztlich allerdings doch deutlich mit 47:67 (2:41) geschlagen geben. „Vörden war wie erwartet sehr heimstark“, konstatierte Bremens Coach Christopher Hupe, „sie haben aus allen Lagen getroffen und wir wurden vor allem zu Beginn etwas überrannt, was sicherlich auch daran lag, dass ich die falsche Verteidigungstaktik gewählt hatte.“

Von Beginn an mussten die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen, nach geradezu unterirdischen ersten zehn Minuten lagen sie bereits mehr als deutlich mit 9:21 zurück. Mit zunehmender Spieldauer fing sich das Team dennoch etwas und bekam bis zur Halbzeit etwas Sicherheit ins Spiel. Auch, wenn sie das zweite Viertel ebenfalls deutlich an Vörden abgeben mussten (13:20). Neben der desolaten Chancenverwertung zeigten die Bremerinnen auch Schwächen an der Freiwurflinie – lediglich elf von insgesamt 18 Versuchen fanden innerhalb der 40 Spielminuten ihren Weg in den gegnerischen Korb.

Erst ab Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Bremerinnen um ihre beiden Top-Scorerinnen Jessica Goll (14 Punkte) und Saskia (12) Goll defensiv dann ihrerseits mehr Zugriff auf das Spiel. „Leider hatten wir weiterhin große Probleme in der Offensive“, erläuterte der Trainer, „weil wir entweder zu überhastet oder zu zögerlich agiert haben, aber nur sehr selten mit gutem Rhythmus.“ Den dritten Abschnitt konnten die „Weser Ladies“ zwar etwas ausgeglichener gestalten, dennoch setzten sich die Gastgeberinnen um ihre treffsicherste Akteurin Jana Sprehe (25 Punkte) weiter von den mehr und mehr frustrierten Gästen ab und sicherten sich diesen Durchgang knapp mit 12:10.

Im abschließenden Durchgang kam auch noch „sehr viel Wurfpech bei gut herausgespielten und offenen Würfen“ dazu, wie Christopher Hupe verdeutlichte: „Wenn alles für uns läuft, können wir solche Spiele trotzdem gewinnen“, zeigte sich Hupe weiterhin überzeugt von der Qualität im Kader, „leider läuft es in den letzten Spielen gar nicht und zu den eigenen Schwächen kommt dann eben auch noch das Pech dazu.“

Die Bremerinnen rangieren derzeit abgeschlagen mit gerade einmal zwei Punkten aus sechs Begegnungen im Tabellenkeller, „weil wir es nicht schaffen, unsere Chancen in der Offensive ausreichend genug auszuspielen“, resümierte Hupe, der gleichzeitig einen kleinen Lichtstreif am Horizont sieht: „Wir versuchen uns jetzt mit anstrengenden Konditionseinheiten aus dem Loch zu trainieren“, versicherte der Trainer.

Auf sein Team wartet im letzten Spiel vor der Winterpause (Sonntag, 16. Dezember, 13.30 Uhr, Sporthalle am Baumschulenweg) im Heimspiel gegen den BBC Osnabrück ein offensivstarkes Team mit Schwächen in der Defensive wartet – eine Herausforderung, die es aus Sicht der arg abstiegsbedrohten Bremerinnen unbedingt zu meistern gilt, sollte der noch immer mögliche Klassenerhalt nicht schon frühzeitig in schier unerreichbare Ferne rücken.

Weser Baskets/Bremen 1860: Berstermann, Böske, Rüskamp, Sievers, Thielking, Engert (4), Goepfert (2), J. Goll (14), S. Goll (12), Heitmann (2), Lekaj (9), Schlegl (4).

VON CHRISTIAN MARKWORT
WESER-KURIER, Stadtteilkurier, Ausgabe 06.12.2018, Seite 9

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