News

Spielbetrieb

Plötzlich Tabellenführer

Weser Baskets/Bremen 1860 siegen 94:83 beim TV Delmenhorst

Vor Saisonbeginn in der Basketball-Oberliga der Männer hatte die Spieler der Weser Baskets/Bremen 1860 niemand so richtig auf dem Zettel. „Alle haben damit gerechnet, dass wir wahrscheinlich gegen den Abstieg spielen würden“, erklärte Trainer Cai Kaiser, „jetzt sind wir ungeschlagener Tabellenführer“, freute er sich nach dem 94:83 (38:32)-Auswärtssieg beim Delmenhorster TV umso mehr. „Mit dieser Entwicklung hat keiner gerechnet bei diesen Voraussetzungen“, so Kaiser weiter. Besonders die jungen Spieler hätten sich toll entwickelt und diejenigen, die letztes Jahr noch Ergänzungsspieler waren, haben ebenfalls eine tolle Entwicklung genommen, betonte der Coach, „auf die Entwicklung und die Ergebnisse können alle sehr stolz sein.“

Es war das von vielen erwartete, hart umkämpfte Spitzenspiel, in dem die Gastgeber um Top-Scorer Tim Frerichs (23 Punkte) über weite Strecken eine klasse Leistung boten. Doch am Ende waren die Gäste um ihren besten Akteur Jerry Ndhine (20) doch diesen einen Tick cleverer.  In der vergangenen Spielzeit hatten die Bremer mit einer deutlich erfahreneren Mannschaft noch verloren, „dass wir es jetzt mit einer so jungen Mannschaft geschafft haben, macht mich echt stolz“, verdeutlichte Kaiser. „Die Jungs haben sich einfach toll entwickelt, geben immer 100 Prozent und haben sich den Erfolg total verdient.“ Die Bremer spielten vom Tipp-Off an attraktiven und mutigen Basketball und verteidigten durchgehend aufmerksam. Delmenhorst ist dafür bekannt, besonders in ihren Heimspielen alles zu treffen und regelmäßig die 100 Punkte zu knacken. „Wir haben über drei Viertel super verteidigt“, freute sich Cai Kaiser, „und sie dort immer unter 20 Punkten gehalten.“ Im ersten Durchgang kamen die Gastgeber zu lediglich 18 eigenen Punkten, im zweiten Abschnitt erzielte  der TVD 14 und im letzten Durchgang nur 14 Punkte. Lediglich im dritten Viertel liefen die Hausherren heiß „und trafen aus allen Lagen“, sagte Kaiser.

Die Bremer spielten ihrerseits drei Viertel stark in der Offensive und erzielten immer mindestens 25 Punkte (25,27,29). „Nur im zweiten Viertel haben wir nicht so gut getroffen“, bilanzierte Kaiser, „aber trotzdem dank unserer Defense nur mit 13:14 verloren.“ Im letzten Viertel lagen die Gäste schließlich kurz vor Ende sogar mit sechs Punkten hinten (67:73), „unsere Antwort war ein 21:4-Lauf über die nächsten fünf Minuten“, erläuterte der Coach. Aus seiner Sicht sei es „ein extrem spannendes, emotionsgeladenes und aufregendes Spiel“ gewesen, „aber wir sind cool geblieben und haben uns den Sieg verdient geholt“, zeigte sich Kaiser überaus zufrieden, besonders, „weil jeder Spieler seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat“. 

Weser Baskets/Bremen 1860: Awolola-Amuzat (2), Bashiri (16), Dettloff (4), P. Diederich, M. Diederich (6), Dräger (6), Müller (19), Ndhine (20), Schlon (6), Vollbracht (8), Zense (7).

VON CHRISTIAN MARKWORT
Stadtteilkurier, Ausgabe 06.12.2018, Seite 9

WEITERE NEWS