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Junge Spieler mit großem Potenzial

Tadelloser Saisonstart: Weser Baskets/Bremen 1860 gewinnen gegen Bremerhaven ihr drittes Oberligaspiel in Serie

Damit hatte bei den Weser Baskets/Bremen 1860 niemand wirklich gerechnet: Trotz zahlreicher junger Neuzugänge legte das Team von Trainer Cai Kaiser in der Basketball-Oberliga der Männer einen nahezu perfekten Saisonstart hin und liegt nach dem dritten Spieltag mit tadelloser Bilanz auf Tabellenplatz eins. „Diese tolle Serie ist in erster Linie unserer starken Defense zu verdanken“, erklärte Cai Kaiser im Anschluss an den 73:63 (31:24)-Heimsieg gegen die BSG Bremerhaven II. „Wir haben trotz der vielen jungen Spieler mit ihrer geringen Erfahrung im Seniorenbereich ein unwahrscheinlich großes Potenzial im Kader“, hob der Coach zufrieden hervor, „damit ist einiges möglich.“ Gleichzeitig betonte Kaiser, „dass wir vor allen Dingen in der Oberliga die Spieler an die erste Herrenmannschaft heranführen und für die zweite Regionalliga ausbilden wollen“.

Eine wichtige Erkenntnis nahmen Trainer und Team nach dem am Ende noch beinahe in Gefahr geratenen Heimsieg gegen die spielstarken Seestädter bereits mit nach Hause: „Die Jungs haben gemerkt, dass sie mit selbstbewusstem Auftreten auch deutlich erfahreneren Spielern durchaus auf Augenhöhe begegnen können und sich vor keinem Team in der Oberliga verstecken müssen.“ Gleichzeitig legte Kaiser allerdings auch Wert auf die Tatsache, „dass wir bislang noch nicht gegen die richtig starken Teams haben spielen müssen“. Somit bleibe noch abzuwarten, wie das Team mit ersten Rückschlägen umgehen wird. „Wir werden sicher auch Spiele verlieren, das ist doch klar“, betonte Kaiser, „aber mit diesem Rückenwind und dieser Euphorie im Kader wird es für jede Mannschaft sehr schwer, gegen uns zu gewinnen.“

Das Spiel gegen Bremerhaven – in der vergangenen Saison noch so eine Art Angstgegner der Weser Baskets – dominierte das Kaiser-Team in den drei Abschnitten mehr als souverän, aus der konzentrierten Defensive heraus kamen die Gastgeber regelmäßig zu frühen Ballgewinnen, aus denen letztlich wiederholt leichte Körbe erzielt werden konnten. „Wir waren von Beginn an hellwach“, lobte Kaiser, „und haben ständig in Führung gelegen.“ Mit sechs Punkten in Front ging das Team um Top-Scorer Alireza Bashiri (18 Punkte) in die erste Viertelpause, auch in Durchgang zwei dominierten die Hausherren Spiel und Gegner förmlich nach Belieben. Wenig fehlerhaft, treffsicher unter dem gegnerischen Korb und mit breiter Brust ließen die Bremer den Ball regelmäßig durch ihre Reihen laufen und boten den Gästen um deren treffsichersten Akteur Dennis Bastan (28 Punkte) nur wenig Angriffsfläche. „Wir wollen versuchen, so lange wie möglich auf dieser Erfolgswelle zu reiten“, erläuterte Cai Kaiser, „dafür müssen die jungen Spieler allerdings noch lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen.“

So wie beispielsweise Nachwuchsspieler Paul Müller, der mit 13 Punkten offensiv deutlich auf sich aufmerksam machen konnte und in der Defensive einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen konnte. „Es freut mich für den Jungen“, versicherte Kaiser, „Paul steht fast schon exemplarisch für den Spaß und die Euphorie innerhalb der gesamten Mannschaft.“ Auch als die Gäste schließlich im vierten Viertel bis auf drei Punkte herankamen, ließen sich die Bremer nicht verunsichern.

Weser Baskets/Bremen 1860: Awolola-Amuzat, Bashiri (18), Dettloff (6), Diederich (4), Hanci (7), Müller (13), Schlon (13), Vollbracht, Zense (12)

VON MATHIAS SONNENBERG
Stadtteilkurier, Ausgabe 11.10.2018, Seite 10

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