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Verletzungen bringen Bremen/Bethen aus dem Rhythmus

Spielgemeinschaft Bremen/Bethen setzt sich im Stadtderby der Rugby-Verbandsliga mit 24:12 durch

Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer beim Stadtderby zwischen der Spielgemeinschaft Bremen/Bethen und Union 60. In der Rugby-Verbandsliga trafen die beiden Rivalen in der Pauliner Marsch aufeinander und trennten sich 12:24 aus Sicht des Gastgebers Union 60.

Die ersten 40 Minuten war die Spielgemeinschaft aus Bremen 1860 II und den Crusaders Cloppenburg am Zug. Der 1860er Simon Rosenberg brachte sie früh in Führung, nachdem der Sturm der Spielgemeinschaft einige Spielzüge vorm Unioner Malfeld ausführte. Sturmphasen habe die Mannschaft ansonsten relativ kurz gehalten, sagte Spielertrainer Steffen Göhrs aus Cloppenburg. Weil Union auch einen sehr starken Sturm habe, sei sein Team mehr über die schnelle Hintermannschaft gekommen, in der er als Zehner spielt. Den zweiten Versuch legte er selbst. Die Erhöhungen trat jeweils der schwedische U18-Nationalspieler Ibb Mayr von Bremen 1860.

In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft genau das getan, was sie trainiert hatte, sagte Union-Teammanager Spencer Ryan. Das Team brachte aber keine eigenen Ideen ein. „Dadurch war es ein leicht auszurechnendes Spiel“, fuhr er fort. Die erfahrenen Steffen Göhrs und Bastian Steinborn, der eigentlich in der ersten Herren-Mannschaft von Bremen 1860 steht, haben das Spiel dadurch gut unter Kontrolle gehabt, so Spencer Ryan.

Mitte der ersten Halbzeit begannen für die Spielgemeinschaft die Probleme, sagte Steffen Göhrs. Ein Winger musste verletzt raus, weshalb er umstellen musste. „Dadurch ist viel Unordnung rein gekommen“, so der Spielertrainer. Auch Ibb Mayr musste mit einem Schlüsselbeinbruch vom Platz. Seine Position nahm Erste-Herren-Spieler Moritz Melcher ein. Noch vor dem Seitenwechsel legte der 1860er Niko Gründahl einen weiteren Versuch. Die Erhöhung trat dieses Mal Melcher. Mit 19:0 für die Spielgemeinschaft ging es in die Pause.

Die Zeit nutzte Union, um ebenfalls umzustellen. „Wir haben einige größere Spieler raus genommen und durch kleinere ersetzt“, sagte Spencer Ryan. Sein Team hat inzwischen einen entsprechend großer Kader. Bei den größeren Spielern sei es für die Spielgemeinschaft ein Leichtes gewesen, an die Beine zu gehen und die Unioner zu Fall zu bringen. Bei kleineren Spielern sei dies schon nicht mehr so einfach gewesen. Auf die Art kämpften sich die Gastgeber zurück. Der erfahrene Philipp Treike und auch Lukas Utz legten Versuche für Union, Johannes Brock traf eine Erhöhung. Als gegen Ende der Partie ein Union-Spieler wegen einer gelben Karte für zehn Minuten vom Platz musste, nutzte der 1860er Moritz Soehner die Unterzahl für einen weiteren Versuch. „Danach fehlte uns die Zeit, um noch ausgleichen zu können“, so Spencer Ryan.

Unterm Strich waren beide Seite mit der Begegnung zufrieden. „Alle haben richtig viel gearbeitet. Das war eine super Teamleistung“, sagte Steffen Göhrs. Spencer Ryan äußerte sich ähnlich.

VON LIANE JANZ
Stadtteilkurier, Ausgabe 04.10.2018, Seite 8

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