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Kalt erwischt

Rugbyteam von Bremen 1860 unterliegt Victoria Linden mit 12:21

Der Auftakt ging daneben: Im ersten Zweitligaspiel nach der Winterpause mussten sich die Rugby-Herren von Bremen 1860 auf eigenem Platz dem TSV Victoria Linden geschlagen geben. 12:21 stand nach 80 Minuten auf dem Tableau. Das ­Ergebnis gebe die Situation auf dem Platz nicht wieder, denn eigentlich sei es eine ausgeglichene Partie gewesen, sagte 1860-Cheftrainer Ben Hendry. Die Ambitionen, mit einem Heimerfolg über den Tabellenzweiten noch mal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, haben damit einen Dämpfer erhalten.

Gleich nach Ankick schockten die Hannoveraner den Gastgeber mit einem langen Kick ins Versuchsfeld von Bremen 1860. Lindens schnellster Sprinter erreichte vor allen anderen das Spielgerät und musste nur noch die Hand auflegen, damit der Versuch zählte. „Das war unser Fehler“, sagte Ben Hendry. Danach hielten die Gäste den Druck hoch und pressten weiter Richtung Versuchsfeld der 1860er. Erst ab Mitte der ersten Halbzeit konnten sich die Bremer befreien und auch mal tiefer in die Hälfte der Gäste vordringen. Es war dann allerdings wieder Victoria Linden, das den Ball eroberte, mit schnellen Spielzügen erneut zu einem Versuch kam und auch die Erhöhung verwandelte. Bremen 1860 stand mehrmals kurz vor der gegnerischen Versuchslinie, kam jedoch nicht darüber hinweg. Linden machte die Räume dicht und fing jeden 1860er ab, der versuchte, die Mauer zu durchdringen.

Überhaupt stand Linden die gesamte Partie über sortierter als der Gastgeber. Linden habe das Spiel sehr schnell gemacht. An das Tempo sei sein Team noch nicht gewöhnt und habe länger gebraucht, sich zu sortieren, analysierte Ben Hendry. „Wir müssen einfach schneller reagieren“, gibt der Trainer die Devise für kommende Partien vor.

Nach dem Wiederanpfiff wäre 1860 fast derselbe Coup gelungen wie den Gästen zu Beginn. Doch der schnelle Bremer Angriff endete in der Lindener Mauer. Kurz darauf gelang Johannes Timphus der Durchbruch und Göran Werner die Erhöhung. Nachdem Linden noch einmal vorgelegt hatte, war es Conor Murray, der weitere fünf Punkte für 1860 holte. Beim zweiten Mal verpasste Göran Werner die Erhöhung. Zum Ende des Spiels hin wurden die Bremer sichtlich stärker, konnten den Rückstand aber nicht mehr aufholen.

VON LIANE JANZ
WESER-KURIER, Ausgabe 27.03.2018, Seite 27

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