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Abstieg in letzter Sekunde

1860-Volleyballern fehlte am Ende ein Punkt

Das war's mit der Dritten Liga. An diesem Sonnabend traten die Volleyballer von Bremen 1860 zu ihrem letzten Pflichtspiel der nun beendeten Spielzeit an. Ausgerechnet gegen die Tabellenersten, die Bundesligareserve des SVA Lüneburg, standen die Herren von Coach Matthias Gilch unter Zugzwang. Mit 0:3 (17:25, 21:25, 20:25) unterlagen die Bremer den Gastgebern, die mit diesem Sieg ihrerseits die Meisterschaft gewannen und die Bremer in die Regionalliga absteigen ließen.

„Wir sind nur sehr schwer ins Spiel gekommen, haben zu schwach aufgeschlagen und unerwarteter Weise Probleme in der Annahme gehabt“, erklärt Trainer Gilch im Anschluss an die Niederlage. Obwohl die Bremer Volleyballer in Satz zwei und drei mutiger agierten, "haben wir in den entscheidenden Phasen zu fehlerhaft agiert“, meint Gilch. Dabei lag 1860 im zweiten Durchgang sogar mit 18:14 vorne, eine Aufschlagsserie der Lüneburger beendete jedoch diese kurze Hoffnung auf einen besseren Spielausgang.

Vor diesem Match war der Klassenerhalt mit Platz acht noch in greifbarer Nähe. Doch die Konkurrenz des Post Telekom Aachen, die 3:2 gegen die Tecklenburger Land Volleys gewannen und der MTV Hildesheim, der mit 3:0 gegen die VSG Ammerland siegte, punkteten beide. Die Bremer stürzten auf Platz zehn ab und steigen zusammen mit Hürth und Ammerland aus der Dritten Liga ab. Lüneburg hat bereits eine Mannschaft in der Bundesliga und darf trotz Gewinn der Meisterschaft nicht aufsteigen. Als Ligadritter rückt die lokale Konkurrenz des TV Baden nun in die Zweite Bundesliga auf.

„Dass es gegen die Lüneburger sehr schwer werden würde zu punkten, war uns von Beginn an klar, trotzdem sind wir ziemlich enttäuscht“, berichtete Bremen Kapitän Moritz Müller. Seiner Mannschaft hätte bereits ein Punkt, also eine Niederlage im Tiebreak gegen die Lüneburger, weitergeholfen. Damit wären die Bremer punktgleich mit Hildesheim gewesen, aufgrund des besseren Satzverhältnisses aber einen Platz vor der Konkurrenz gelandet.

„Es hilft jetzt nichts, alles an dem letzten Spiel festmachen zu wollen, wir haben den Ligaverbleib in der Hinrunde verspielt“, betont Müller. Es fehlten die Punkte, die gegen die direkte Konkurrenz sehr gut möglich gewesen wären.

Bremen 1860: Bormann, Esken, Haats, Hagestedt, Mallon, Müller, Schönung, Steinmüller, Teumer, Witt, Eschner, Overlander

VON KATJA NONNENKAMP-KLÜTING
WESER-KURIER, Ausgabe 26.03.2018, Seite 25

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