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1860-Fechter in München

Luis Wassenaar bester Bremer

Es war ein wichtiges Turnier und für drei Bremer Nachwuchs-Fechter das erste dieser Art. Tom Willems und Luis Wassenaar vom Fechtverein Bremen 1860 sowie Moritz Mießler vom Fecht-Club Bremen-Nord fuhren am Wochenende zum internationalen Florettturnier „Münchener Kindl“ in die bayerische Hauptstadt. Mit seinem 72. Platz von 149 Startern war Luis Wassenaar der beste Bremer. Moritz Mießler wurde 108. und Tom Willems landete auf Platz 137.

Das Turnier war offen, das heißt es konnte jeder antreten, der wollte, sagt 1860-Fechttrainer Sebastian Theiß. Deshalb war das Starterfeld so groß. Von der Punkte-Rangliste her habe es zudem dieselbe Bedeutung wie eine Deutsche Meisterschaft. Zu den Startern gehörten Fechter der Geburtsjahrgänge 2001 bis 2003. Willems und Wassernaar, beide 2003 geboren, waren mit die jüngsten Wettkämpfer. Aber auch Mießler, geboren 2002, hat noch nicht so viel Erfahrung bei derartigen Turnieren gesammelt.

Dafür haben sich alle drei ganz gut verkauft, urteilt Trainer Theiß. „Luis hat die erste Vorrunde sehr gut gefochten.“ Vier Gefechte hat er gewonnen und sich damit für die nächste Runde qualifiziert. Auch da kam er weiter. In der dritten Runde traten die Fechter im K.O.-System gegeneinander an. Gesundheitlich angeschlagen nach München gefahren, musste er sich in der dritten Runde einem Jenaer geschlagen geben. „Er hatte einen Gegner, den er an einem fitten Tag hätte schlagen können“, sagt Sebastian Theiß. Moritz Mießler ist derzeit der stärkste Bremer Fechter seiner Altersklasse. Er habe aber einen schlechten Tag erwischt, so Sebastian Theiß. Er schaffte es auch in die K.O.-Runde, hatte aber gegen den Deutschen-B-Jugend-Meister von 2017 aus Berlin keine Chance. Tom Willems war schon nach der Vorrunde raus. An seiner Unerfahrenheit und Unkonzentriertheit habe es gelegen, sagt der Fechttrainer, denn eigentlich habe er oft ganz gut gefochten.

Die drei Bremer haben für die Landesrangliste Punkte sammeln können. An den Deutschen Meisterschaften darf der Erstplatzierte auf der Landesliste teilnehmen, der Zweitplatzierte hat Chancen als Nachrücker. Derzeit führt Moritz Mießler die Liste an, Tom Willems ist Zweiter. Luis Wassenaar hat als Vierter kaum noch Chancen auf einen Startplatz. Die nächste Möglichkeit, Punkte zu sammeln haben die Fechter Mitte Februar in Mühlheim an der Ruhr.

VON LIANE JANZ
Weser - Kurier, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 25.01.18, Seite 8

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