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Die beste Saisonleistung

Weser Baskets "Ladies" gewinnen 56:46 gegen Osnabrück II

Christopher Hupe war nach dem 56:46 (23:26)-Auswärtssieg beim Osnabrücker TB II voll des Lobes für sein stark ersatzgeschwächtes Team. "Wir haben unser bislang bestes Saisonspiel gemacht", erklärte der Trainer der Oberliga-Basketballerinnen der Weser Baskets/Bremen 1860, "und damit nicht nur die Hinspielniederlage wettgemacht, sondern auch den direkten Vergleich gewonnen."

Obschon der Coach kurzfristig gesundheitsbedingt auf Kapitänin Saskia Illginnis und Center-Spielerin Nele Rüskamp verzichten musste – Centerspielerin Alena Sievers war zwar dabei, aber erst seit wenigen Tagen wieder im Training –  fing sich das Team nach verschlafener erster Hälfte und dominierte den zweiten Durchgang. "Durch die Ausfälle waren wir auf der Centerposition etwas unterbesetzt", so Hupe, "zumal OTB starke Centerspielerinen hat."

Auch musste der Coach deshalb seinen Matchplan zunächst ändern, "weil wir oft mit undersized-Aufstellung gespielt haben, also mit kleineren Spielerinnen als der Osnabrücke TB", erklärte Hupe. Insgesamt sei es eine starke Defensivleistung des Teams gewesen, alle elf Spielerinnen hätten "sehr viel Einsatz gezeigt und eine Top-Offensive, die in der Regel um die 80 Punkte macht, unter 50 Punkten gehalten", lobte der Trainer. Besonders gefiel ihm die Arbeit von Klara Engert, Claudia Mach und Jessica Goll, die OTB-Aufbauspielerin Ilka Borst im Verbund nie wirklich zur Geltung kommen ließen. Zudem habe Saskia Goll ihre deutlich größere Gegenspielerin auf ungewohnter Position "mit ganz viel Hustle zur Verzweiflung getrieben und sehr viele Steals geholt", stellte Hupe seiner Flügelspielerin ein gutes Zeugnis aus. 

Das Team habe offensiv zwar viele Fastbreak-Punkte liegen gelassen, konstatierte Hupe, "aber davon haben wir uns nicht frustrieren lassen". Auch habe der Osnabrücker TB am Ende des ersten und zweiten Viertels jeweils mit einem sogenannten Buzzerbeater von jenseits der Drei-Punkte-Linie getroffen und mehrmals nach toller Bremer Verteidigung in letzter Sekunde glücklich oder abgebrüht doch noch gepunktet, was die Bremerinnen hätte runterziehen können, "doch das haben wir mental sehr stark weggesteckt", bilanzierte Hupe. "Ich bin stolz auf die Leistung meines Teams und happy, dass die Meisterschaft weiterhin aus eigener Kraft möglich ist", zeigte er sich zuversichtlich. 

VON CHRISTIAN MARKWORT
Weser-Kurier, Stadtteilkurier Nordost, Ausgabe 18.01.18, Seite 10

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