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Dreimal Gold für Bremen 1860

Gymnastinnen beeindrucken bei DM

Berlin.Die Fahrt zum Turnfest nach Berlin hat sich für die Bremer Gymnastinnen bereits vor dem Ende der mehrtägigen Veranstaltung gelohnt. Schließlich gab es bei den deutschen Titelkämpfen gleich zwei Goldmedaillen für zwei Teams sowie einmal Einzel-Gold. Die Gruppe in der Meisterklasse (MK) von Bremen 1860 wurde Deutscher Meister und die Juniorengruppe (JLK) des Vereins Deutscher Jugendmeister. In der Freien Wettkampfklasse (FWK) gewann Aleksandra Zapekina (Bremen 1860) zudem den Pokalwettkampf. "Somit war es heute für uns ein wirklich goldener Wettkampftag", betonte Matthias Wiatrek, Leiter des Bremer  Bundessstützpunkts Rhythmische Sportgymnastik. "Wir sind richtig stolz auf die Mädchen." Den Anfang des Bremer Goldreigens machte die 26-jährige Aleksandra Zapekina. Völlig überraschend gewann sie die Konkurrenz der 120 Starterinnen in der freien Wettkampfklasse, obwohl sie bis letzten Montag noch einen Gips an ihrer linken Hand trug. Eine "Not-OP" am zum Teil gefühllosen Daumenballen hielt die Gymnastin von Bremen 1860 nicht auf, ihr viertes Deutsches Turnfest zu turnen. Besonders in der Feinkoordination mit zwei Keulen waren die Probleme, die der Daumen machte, zu spüren. Aber genau mit diesem Handgerät setzte Aleksandra Zapekina den Grundstein für ihren Sieg, denn sie erhielt hier die Tageshöchstnote. "Das ist einfach unglaublich", freute sich Trainerin Larissa Drygala über den Sieg ihrer Athletin, "das zeigt aber auch die große Routine dieser Ausnahmegymnastin." Im anschließenden Gruppenmehrkampf der Juniorinnen und der Meisterklasse machten es die beiden Gruppen spannend. Die Junioren, vor zwei Wochen noch erfolgreich bei der Europameisterschaft gestartet, machten im ersten Durchgang einen großen Wurffehler, überzeugten aber mit viel Esprit und ohne Gerätverlust im zweiten Durchgang. Damit konnten sie den Dauerrivalen aus Berlin auf Abstand halten. Auch die Meisterklassengruppe von Bremen 1860, die von Gisela Drygala trainiert wird, musste im ersten Durchgang einen großen Ballverlust außerhalb der Fläche hinnehmen und im zweiten Durchgang gelang auch nicht alles perfekt. Trotzdem lag die Gruppe am Ende vorne. VON RUTH GERBRACHT WESER _ KURIER, Ausgabe 07.06.2017, Seite 24  

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